22.03.2020

Corona-Virus: Betretungsverbot für Kindertagesstätten und Schulen - Liste systemkritischer Berufe erweitert

Das Corona-Virus greift auch in Deutschland um sich. Hier finden Sie wichtige Informationen der Behörden und aus unseren Einrichtungen.

+++ Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Aktueller Stand: 27.03.2020, 15.00 Uhr +++

Die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen steigt in Deutschland an. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die bayerische Staatsregierung am Freitag, 13. März 2020 ein Betretungsverbot für alle Kindertagesstätten und Schulen verhängt. Seit Freitag, den 20. März 2020 gilt außerdem eine weitreichende Ausgangsbeschränkung im gesamten Freistaat.

Für Kindertagesstätten gilt:

  • Ab dem 16.3.2020 bis zum Ende der Osterferien am 19.4.2020 gilt für unsere Kindertagesstätten und die Humanistische Grundschule ein Bertretungsverbot für Kinder und Eltern. 
  • Für die Kinder von Eltern, die in Bereichen der kritschen Infrastruktur tätig sind, werden Notgruppen eingerichtet. Zu Berufen in der kritischen Infrastruktur zählen Pfleger*innen, Rettungskräften, Polizeibeamt*innen, Mediziner*innen und auch Mitarbeitende von Telekommunikationsdiensten, Versorgern, des ÖPNV und der Entsorgungsdienste.

  • Kinder von Eltern mit solchen Berufen werden dann in Notgruppen betreut, wenn entweder beide Elternteile in solchen Berufen tätig sind oder Alleinerziehende solchen Berufen nachgehen.

    +++ Update: Die Liste der systemkritische Berufe wurde am 19.3.2020 erneut erweitert. Dieses Schreiben der Stadt Fürth fasst die betreffenden Berufsgruppen zusammen. +++

    +++ Update 22.3.2020: Weil mit einem steigenden Personalbedarf im Gesundheitswesen zu rechnen ist, haben Familien nun auch dann schon die Berechtigung zu einer Notbetreuung, wenn nur ein Elternteil im Gesundheitswesen tätig ist. Lesen Sie hierzu die Mitteilung des Bayerischen Familienministeriums. +++

  • +++ Update 27.3.2020: Die Liste systemrelevanter Berufe wurde um den Bereich "Banken" erweitert. +++

  • Betreut werden diese Kinder in den Kindertagesstätten, die sie auch sonst besuchen.

  • Sollten Sie und Ihr Kind Anspruch auf die Betreuung in einer Notgruppe haben, sprechen Sie bitte die Leitung Ihrer Kita an!

  • Essensbeiträge werden in diesem Monat nicht eingezogen (für Kinder in Notgruppen gelten ggf. Sonderregelungen).

  • Laut Mitteilung der Staatsregierung gelten für die Zahlungspflicht der Elternbeiträge die Regelungen der Betreuungsverträge. Nach diesen besteht diese Zahlungspflicht auch im vorliegenden Fall fort. Ihre Beiträge sind für uns als Träger der Einrichtungen unverzichtbar, da andernfalls die Einrichtungen dauerhaft geschlossen werden müssten und die dort Beschäftigten entlassen werden müssten. Dadurch wäre eine Wiederaufnahme des Betriebs, die auch wir so bald wie möglich erhoffen, ausgeschlossen.

  • Wenn durch entsprechende Maßnahmen der Staatsregierung für Eltern bzgl. der Elternbeiträge eine Entlastung erfolgen sollte, geben wir diese natürlich an Sie weiter.

  • Bitte beachten Sie hierzu auch unser aktuelles Eltern-Rundschreiben.

  • +++ Update 27.3.2020: Kinderzuschlag soll Eltern mit geringem Einkommen unterstützen. +++

  • +++ Update 27.3.2020: Das Schreiben vom Bayerischen Kultusministerium zu den Regelungen der Notfallbetreuung in den Osterferien ist im Datei-Bereich unten zu finden +++

 

Für unsere Schule mit Hort gilt:

  • Der bayerische Bildungsminister Michael Piazolo stellte klar: Die kommenden Wochen sind keine Ferien. Schulkinder haben zwar keinen Unterricht, müssen aber trotzdem Schulstoff bearbeiten.

  • Die Eltern unserer Schulkinder erhalten per E-Mail Schulmaterialien, die ihre Kinder bearbeiten möchten.

  • Während des angeordneten Betretungsverbotes sind Lehrkräfte und pädagogisches Peronal zu den üblichen Unterrichtszeiten telefonisch und per E-Mail für Fragen rund um den zu bewältigenden Stoff zu erreichen.

 

11 Tipps für Eltern

Die jetzige Situation stellt einen Ausnahmezustand dar, für die Erwachsenen ebenso wie für Kinder. Nicht jeder bewältigt ihn gleich gut. Die Schulberatung Bayern hat eine Liste von Ratschlägen erstellt, die Familien durch die nächsten Wochen helfen sollen. 

Hier können Sie die Liste als pdf herunterladen.

 

Das können Sie tun:

  • Halten Sie beim Niesen und Husten Abstand von Ihren Mitmenschen. Husten oder niesen Sie in Ihre Armbeuge oder in ein Taschentuch, das Sie anschließend entsorgen. Am besten drehen Sie sich dabei weg.

  • Vermeiden Sie Berührungen mit anderen Menschen.

  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände mit Wasser und Seife.

  • Erste Krankheitszeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden zudem an Durchfall. Bei einem schweren Verlauf können Atemprobleme oder eine Lungenentzündung eintreten. Nach einer Ansteckung können Krankheitssymptome bis zu 14 Tage später auftreten.

  • Wenn Sie sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem bereits Erkrankungsfälle mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten sind, und innerhalb von 14 Tagen die oben beschriebenen Krankheitszeichen auftreten, vermeiden Sie unnötige Kontakte zu weiteren Personen und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause. Kontaktieren Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt per Telefon und besprechen Sie das weitere Vorgehen bevor Sie in die Praxis gehen.

  • Unabhängig von einer möglichen Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus gilt: Kinder, die erhebliche Krankheitssymptomatiken zeigen, insbesondere solche mit Fieber, sollten weder Schulen noch Kindertagesstätten besuchen!

  • Wenn Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Bitte beachten Sie auch die unten gelisteten Dokumente. Sie enthalten unter anderem Informationsblätter in verschiedenen Sprachen und aktuelle Informationen aus den Behörden.

Bleiben Sie gesund!

 

 

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