28.07.2026

Vorhang auf für Mama Muh: Theaterpremiere in unserer Kinderkrippe Alterlangen

Manchmal steckt in einem Krippenraum ein ganzes Theater. Genau das haben jetzt die Kinder und deren Eltern in der Humanistischen Kinderkrippe Alterlangen erlebt: Aus einem ihrer Räume wurde für einen Nachmittag ein waschechtes Theater, komplett mit Vorhang, Bühne – und, ganz wichtig, Popcorn.

Und weil so ein Theaterbesuch ein besonderes Ereignis ist, durfte jedes Kind, an der Hand von Mama oder Papa, einzeln eintreten – mit eigenem Ticket, versteht sich. Dazu gab's, ganz wie im Kino, eine Tüte Popcorn, und weil man in der Krippe ist, natürlich auch ein Stück Kuchen.

Dann saßen alle da, kleine Augen weit aufgerissen vor Vorfreude – und der Vorhang ging auf. Gespielt wurde „Mama Muh und die große Pfütze": Eine Kuh und eine Krähe auf einem Bauernhof werden von einem kräftigen Regenschauer überrascht, flüchten gemeinsam in den Stall – und stehen danach vor einer wichtigen Frage: Traut man sich, in die Pfützen zu springen?

Es ist eine einfache Geschichte, aber sie hat es in sich: Es geht ums Zusammenhalten, ums Abwägen, ums sich-was-trauen und darum, dass mit ein bisschen Mut plötzlich viel mehr möglich ist, als man dachte. Am Ende überwindet die Kuh ihre Zweifel, springt hinein – und hat den Spaß ihres Lebens. Plitsch, platsch! Die Kinder im Publikum natürlich mit ihr. Selbst die zunächst skeptische Krähe lässt sich am Ende überzeugen, dass Neues ausprobieren richtig guttun kann.

Die Kinder waren dabei nicht nur Zuschauer*innen, sondern mittendrin: Sie durften Fragen beantworten, mit Rasseln und Trommeln den Regen nachmachen, mitzählen und der Kuh bei der ein oder anderen schwierigen Entscheidung auf die Sprünge helfen. Leiterin Eileen Robinson führte als Erzählerin durch die Geschichte , während um sie herum kräftig gemuht, gekräht und geklatscht wurde.

Genau das ist es, was ein solches Theaterstück in einer Kita nach humanistischem Verständnis ausmacht: Die Kinder stehen im Mittelpunkt, dürfen selbst ausprobieren, mitentscheiden und ihre eigenen Schlüsse ziehen – auch wenn es dabei nur um die Frage geht, ob man in eine Pfütze springt oder nicht.

Am Ende gab es großen Applaus und viele „Dankeschön" an das Erzieher*innen-Team, das sich für dieses Theatererlebnis mächtig ins Zeug gelegt hat.

Krah, krah! Muh, muh! Und viel Spaß beim nächsten Pfützenspringen!

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