Häufig gestellte Fragen
Q - Offene Räume– dürfen die Kinder alles machen was sie möchten?
A – Nein, natürlich nicht. Alle Mitgestalter*innen des Alltags sind nur so frei, dass alle anderen auch frei sein können. Es gibt Regeln, Werte und Normen, die das Miteinander in einer Gesellschaft bestimmen und regeln. Auch wenn die Kinder bei uns ein hohes Maß an Selbstbestimmung erfahren, erfahren sie ebenso den Umgang mit Regeln und das richtige Miteinander. Die Partizipation und die Mitbestimmung der Kinder endet dann, wenn das Wohl des Kindes oder der Gruppe gefährdet ist und sobald jemand durch die Freiheit des anderen gestört wird.
Q – Mein Kind ist erst 10 Monate alt, es kann nicht sagen von wem es gewickelt werden möchte.
A – Verbal kann sich ein 10 Monate altes Kind wahrscheinlich noch nicht mitteilen. Durch das genaue Beobachten der Mimik und Gestik der Kinder können wir allerdings deuten, ob dem Kind eine Handlung oder Situation gefällt oder nicht. Das Wegdrehen eines Kindes auf die Frage ob es mit zum Wickeln kommt, deuten wir als klares Nein und fragen es nach einiger Zeit erneut oder bieten andere Möglichkeiten an.
Q – Was ist, wenn mein Kind nicht gewickelt werden möchte und sich dagegen wehrt?
A – Nachdem wir all unsere Register und Joker gezogen haben und sich das Kind von keinem von uns wickeln lässt, wägen wir ab ob es im Moment eine frische Windel benötigt. Sollte dies der Fall sein, rufen wir die Familien an. Wir wickeln keine Kinder unter Protest, dies wäre ein erheblicher Übergriff in solch einer sensiblen Situation.
Q – Was, wenn mein Kind während dem Frühstück in der Krippe nichts mitisst?
A – Das passiert äußert selten, eine gemütliche und einladende Atmosphäre bei den Mahlzeiten lässt jedes Kind gerne zum Frühstückstisch kommen und in der Gemeinschaft leckere Dinge essen. Sollten Kinder mal nichts Frühstücken oder Mittagessen wollen, ist das völlig unbedenklich und in Ordnung. Wir zwingen kein Kind zum Essen oder Probieren.
Q - Was bedeutet Pflege in der Krippe?
A - Das Wickeln - Beim Wickeln ist die ungeteilte, achtsame Aufmerksamkeit der Mitarbeiter*innen gegenüber dem Kind die Grundlage für den Aufbau einer guten, gegenseitigen Beziehung. Das Kind wird unabhängig von seinem Alter wie ein Wesen, das fühlt, erlebt, beobachtet, Erfahrungen sammelt und die Dinge versteht, behandelt. Es ist ein aktiv teilnehmender Partner des Geschehens und wird Stück für Stück immer selbständiger.
Das Essen - Das selbständige Essen ist ein wichtiger Faktor in der Sozialisation des Kindes. Auf welche Weise und in welchem Tempo das Kind zum selbständigen Essen gelangt, ist individuell unterschiedlich. Am wichtigsten ist hierbei: Essen und Trinken soll dem Kind stets Freude machen.
Das Schlafen - Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafrhythmus, den wir in unseren Tagesablauf mit einfließen lassen. Das heißt für das Kind: Es hat immer dann die Möglichkeit zu schlafen, wenn es müde ist. Kinder, die morgens ein Nickerchen benötigen, werden von uns fürsorglich hingelegt. Auch der Ort des Schlafens kann dabei unterschiedlich sein.






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